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BOLERO MAGAZINE GERMANY

NOVEMBER 2000

<<Hier finden meine Bilder das bessere Publikum als in Stockholm. >>

Richard Winkler,
Künstler, aus Stockholm

Richard Lovestorz begann denkbar harmlos mit einer Brieffreundschaft: <<Ich war gerade 15 Jahre alt, als meine Schule mir die Möglichkeit eröffnete, eine Korrespondeny mit jemand Gleichaltrigem zu beginnen. >> Mal mehr und mal weninger intensiv pflegten er und die Javanerin Regine ihren Kontakt – 11 Jahre lang, ohne sich auch nur ein einziges Mal gesehen zu haben.

Dann aber ging alles ganz schnell. Richard urlaubt auf Sri Lanka, Regine besucht ihn, die beiden verlieben sich, verloben sich und müssen sich doch wieder trennen. Sie lebt in Jakarta, er in Stockholm, die Telefon rechnungen steigen, die Flugkosten auch. << So ging es nicht mehr weiter>> erzählt Richard, der als Künstler damals gerade seine ersten Erfolge feierte, << und Asien war schon immer mein Traum>>. Seit gut zwei Jahren mailt er jetzt auf Bali und lebt mit seiner Frau in einer Landschaft, die seine Bilder schon im Kühlen Schweden vorwegnahmen: üppig, sinnlich, erotisch. Wenn Richard seine farbenpächtigen Gemälde in der Ganesha Gallerz, Balis renommiertester Ausstellungsstätte im feinen Four Seasons at Jimbaran Baz- Hotel ausstellt, trifft sich die lokale Kunst und Kultursyene: Europäer and Amerikaner, aberauch Indonesier und Makazsier, Australier und Neuseeländer machen aus jeder Vernissage einen Multikulti Event den sich auch die einheimische Schickeria nicht entgehen lässt. Die stets gut besuchten Kunstveranstaltungen bringen Richard jede Menge Käufer und die gut betuchten Gäste des Luxusresorts bescherten ihm bereits einige Sammler aus aller Welt ein Publikum, wie er es in Stockholm nicht so leicht gefunden hätte.

Richard un Regine leben in einem typisch balinesischen Gehöft in der Nähe von Ubud. Dei miete ist verchwindend niedrig, der Komfort betrachtlichö Zweischöne Zimmer, Bad küche, Terrasse und Atelier kosten gerade mal 1000 Dollar im Jahr und bieten von der Klimaanlage bis zum Elektoherd alles, was man so yum Laben braucht. Irgendwelche Sorgen? Richard denkt scharf nach. <<Alle sechs Monate muss ich ins Ausland und ein neues Visum beantragen. Dann fliege ich für ein paar Tage nach Singapur order nach Szdnez, geniesse ein wening das Grossstadtleben und komme mit neuen ldeen zurück. Aber ein Prolem ist das eigentlich nicht oder?>>

Richards Bali Tipp: << Wenn mir Ubud zu rummelig wird, fahre ich nach Munduk, ein kleines Dorf im Nordwesten Balis. Es liegt in den Bergen inmitten von wunderschönen Reisterrassen und hat kaum mehr als ein Hotel, ein buddhistisches Kloster und ein paar höbsche Kolonialhäuser zu bieten. Für mich dies der ideale Ort zum Abchalten, Meditieren und Relaxen.>>